Es ist aber doch so von der Natur vorgesehen, daß ein zuviel an Horn/Wandüberstand wegbricht. Sonst würden die Hufe doch ins Endlose wachsen.
Dann kommt für mich noch in Betracht, ob der Huf steile Wände hat oder sehr schräge. Die steile Wand hält recht gut ihre Form, auch wenn der Huf schon mehrere Wochen nicht mehr bearbeitet wurde. Die schräge Wand dagegen zieht in alle Richtungen weg, auch hebelt hier die Zehe schneller und zieht die Trachten mit nach vorne. Bei beiden Hufformen ist die Beschaffenheit vom Boden eher zweitrangig. Habe ja in Hexe (und früher in Mandolito) Pferde mit Tellerhufen, sprich extrem schräge Wände und flache Sohle. Bei Hexe stelle ich fest, daß es ihren Hufen nicht gut tut, die Trachten auf Strahlniveau runterzunehmen. Leider passiert das bei unseren Böden ganz von selber. Selbst Strahl und Eckstreben entlasten die Trachten nicht. Hier habe ich gute Erfolge mit etwas mehr Druck auf die Zehe und die Seitenwände ganz schmal mit Senke. Allerdings fallen die Hufe bei Nachlässigkeit sofort wieder in die ursprüngliche breite und flache Form zurück.
LG, Andrea |